Beckenbodengymnastik

Die nachfolgenden Übungen zur Beckenbodengymnastik sollen Ihnen helfen, den Muskel richtig zu trainieren. Es handelt sich bei vielen Übungen um die gezielte Bewegung und nicht um sportliche Leistung. Oft werden Anspannungen des Beckenbodens zu kräftig oder falsch ausgeführt. Die Übungen können und sollen die physiotherapeutische Behandlung durch eine speziell ausgebildete Therapeutin nicht ersetzen. Bei entsprechender Diagnose kann Ihr Arzt Krankengymnastik verordnen. Hierbei können ergänzende Therapien wie medikamentöse Therapie, Elektro- oder Wärmetherapie sowie Biofeedback sinnvoll sein.

Tragen Sie für die Beckenbodengymnastik bequeme, nicht einengende Kleidung. Damit können Sie Beckenboden und Atembewegung leichter spüren.

Um einen Muskel aufzutrainieren, braucht es viel Fleiß und Geduld. Sie sollten das Trainingsprogramm mindestens drei Monate konsequent üben.

Die Wahrnehmungsübung ist vor allem zu Beginn wichtig. Wenn Sie einen guten Zugang zu Ihrem Beckenboden gefunden haben, können Sie diese vernachlässigen. Nehmen Sie die Wahrnehmungsübungen im ersten Monat mit in Ihr Programm.

Üben Sie täglich die Anspannungsübungen unter “Optimales Training”. Die Übungen beanspruchen nur drei Minuten. Wenn Sie eine Senkung (z.B. Gebärmuttersenkung) haben, sollten Sie die Beckenbodengymnastik im Liegen oder besser in der Knie-Ellbogenlage durchführen. Die Anpassung eines Pessars, mit dem Sie dann auch im Stehen trainieren können, ist sinnvoll. Ansonsten ist es empfehlenswert die Übungen in den Alltag zu integrieren. Suchen Sie sich eine Tätigkeit, die Sie täglich ausüben und zu der Sie die Übungen ritualisiert hinzufügen; z. B. beim Zähneputzen. Präventiv reicht es einmal am Tag zu üben. Sollte der Beckenboden geschwächt sein, empfiehlt es sich, dreimal am Tag zu üben. Wenn Sie das Gefühl haben, den Beckenboden nicht gut loslassen oder anspannen zu können, suchen Sie sich für die Beckenbodengymnastik Hilfe von spezialisierten Physiotherapeuten.

Die Schonung muss im Alltag integriert werden.

Wählen Sie aus den Bereichen Entspannung, reflektorisches Training, Bauch- und Rückenmuskeln zwei bis drei Übungen. Sie können sich für die Beckenbodengymnastik Schwerpunkte setzen. Geben Sie eine Übung nicht gleich auf, wenn sie schwer fällt, oft zeigen sich dort die Defizite. Trainieren Sie jeden Tag zehn Minuten oder zweimal die Woche 30 Minuten.